Samstag, April 23, 2005

das digitale Disaster

Bei Phoenix kam gerade eine interessante Dokumentation zum Welttag des Buches, der heute ist. Die Hauptthese der Dokumentation "Hilfe, wir verschwinden!" war, dass das digitale Zeitalter vergessen werden wird. Weil alle Informationen so sehr im Fluß sind und kaum mehr in "statischer" Form gespeichert werden, wird es für spätere Generationen quasi unmöglich auszumachen, welche Informationen speziell in unserer Periode geprägt wurden. Interessanter Gedanke.

2 Comments:

At 4/24/2005 12:35 AM, Anonymous kapeka said...

Der Gedanke kam mir schon länger. Ich habe darüber nachgedacht, dass es interessant ist, dass in antiken Zeiten nicht so viel Wissen, Information und Literatur erstellt wurde, wie heute, aber dafür wurde das, was damals entstand, fast wortwörtlich "in Stein gemeißelt und in den Felsen gehauen". Heute produzieren wir Terabytes an Daten, von denen die meisten sofort wieder verschwinden. Das Internet, als riesiger Datenspeicher, ist ein ständigen revision unterworfen, "panta rei", alles im Fluss, und je weiter wir voran kommen, umso dringlicher wird die Sache. Ein Fels hält Tausend Jahre, deine CD vielleicht 30, dein Stick ein paar und deine Floppy ist schon Morgen vielleicht futsch. Und alle Daten, die drin sind, mit ihr. Was werden Archäologen über unsere Zeit sagen? Finstere Postmoderne ...?

GFS

 
At 4/24/2005 4:49 PM, Anonymous Joachim S. Müller said...

Bei der Grundsteinlegung des neuen Kongresszentrums in Darmstadt haben sie die Baupläne nur auf einem USB-Stick beigelegt...

Übrigens ist das eine dee Überlegungen, die zu der Idee des neuen Mönchstums führen. Eben der Wissensbewahrer des digitalen Zeitalters.

 

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