Montag, April 18, 2005

Votrag am Samstag

Ich hielt am Samstag einen Vortrag, nicht über Emerging Church, sondern über kulturrelevante, inkarnistische (ist das das richtige Adjektiv?) Gemeinde, über Evangelisation, Gemeindeleben und nur der kleinste Teil über Anbetung. Das für mich wichtigste ist nicht Alt. Worship, sondern authentische Gemeinschaft, das in-der-Welt-leben und Evangelisation als respektvoller Dialog.
Naja jedenfalls war das Feedback ausschließlich positiv. Keiner, wirklich keiner kam mit dem "das ist ja unbiblisch" Vorwurf. Einige Leute wollten natürlich klarstellen, das es keine Anpassung um jeden Preis gibt, aber grundsätzlich entsprach das wovon ich erzählte ungefär dem Gefühl und der Wahrnehmung der Menschen. Einer meinte, dass er sieht, dass er wohl noch modern geprägt ist- was immer ne nützliche Einsicht ist um einander zu verstehen. Andere fühlten sich bestätigt, weil sie Veränderungen in der Jugend geplant hatten vom Programm-orientierten zu Atmosphäre-orientierten.
Einer war sehr begeistert, von dem "Semper reformanda" Gedanken, von der Gemeinde im Fluß, die nie fertig wird und die neues ausprobiert. Viele wollten mehr über diese Sachen hören. Das wichtigste: Leute kamen daüber ins Gespräch und es wurde überlegt, wie man Sachen umsetzen kann. Man muss sagen, dass ein erstaunlich große Offenheit vorherrscht. Die Leute haben sich von gewissen Zwängen und Ansichten befreit gefühlt.
Natürlich wird eine Gemeinde von 200+ Leuten, nie im "Sinne der reinen EC Lehre" emerging sein. Macht nichts. Aber dadurch, dass viele Leiter in den Kreisen eh schon postmodern geprägt waren, haben die eh einen Leiterschaftsstil, bei dem die Zügel sehr locker sind. Sie schaffen viele Freiräume auch gerade für bottom-up Sachen, wobei diese natürlich immer innerhalb einer größeren Struktur stattfinden, die aber einfach bei der Anzahl an Menschen notwendig ist. Wir reden hier von Kompromissen, davon dass zu tun was dran ist und was machbar ist.

Mein Ziel habe ich erreicht: eine Sensibilität und ein Verständnis für die Kultur zu schaffen, Christen anzuregen,in der Welt zu leben und Diksussionen in Gang zu bringen.

1 Comments:

At 4/20/2005 12:11 AM, Anonymous Daniel <> said...

Hi Arne!

Ja, war wirklich ein guter Vortrag am Samstag. Ich bin in letzter Zeit echt begeistert von der Art wie du deine Themen präsentierst. Und ich fand viele Gedanken sehr gut, dennoch habe ich dadurch, dass dein Vortrag nur 2 Tage nach unserer letzten Gemeindeversammlung stattfand und dort in eine ähnliche Richtung vorgestoßen wurde, Bedenken bei einigen Punkten.
Zu deinen 3 Bibelstellen fiel mir spontan eine weitere ein die das Verständnis, so wie du es erklärt hast, in Frage stellen.
In einem weiteren Punkt fand ich den Gedanken aus der Gemeindeversammlung wieder, den ich als äußerst gefährlich betrachte. Und zwar geht es darum für etwas bekannt zu sein. Mir fiel aber an beiden Tagen dazu "sich einen Namen machen" ein, was man beim Turmbau zu Babel findet. Ich habe jetzt leider nicht mehr die genauen Kritikpunkte im Kopf, es wäre allerdings auch nicht angebracht sie hier öffentlich zu diskutieren. Ich wollte dir nur sagen, dass es auch kritische Meinungen gibt, aber ich wiederhole mich gerne nocheinmal: Viele Kerngedanken waren sehr gut.

Mach weiter so, Arne. In Jesus verbunden, dein Daniel <><

 

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