Sonntag, September 26, 2004

Glück

so. Hatte grad auf dem Bunch of nerds Forum zu einer Diskussion über den Sinn des Lebens etwas über Glück gepostet.
Das kam daher, dass ich gerade von Francis Lelord das Buch "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" lese. Ein Roman. Ich find ihn stellenweise sehr gut und weise, andererseits zT ein wenig mittelmäßig. Sprachlich versucht der Autor aus der Sicht eines Kindes zu schreiben was mM nach eher mißlingt und ziemlich pseudo daherkommt. Anyways. Auf jedenfall sagt in diesem Buch ein chinesischer Mönch (immer diese Klischees!) "es ist ein Irrtum zu glauben Glück wäre das Ziel" und ich hab ihm einfach mal geglaubt. *ggg*
Ich hab das ergänzt durch meine Erkenntnisse aus dem Buch Prediger, der Bergpredigt (glücklich sind....), einer Diskussion auf 3Sat und einem kleinen Schuß Lebenserfahrung zu Folgendem:
Wenn Glück das Ziel ist läuft es meistens darauf hinaus, dass man versucht die perfekten Bedigungen für Glück zu schaffen. Entweder durch Arbeit, Beziehungen oder sonstwas. Und während man so arbeitet versäumt man das Leben und die Gelegenheiten wo das Glück "an die Tür klopft". Selbst wenn man es schafft wird man wahrscheinlich trotz perfekter Bedingungen nicht glücklich.
Deshalb: Glück erarbeitet man sich nicht, es stellt sich ein, wird zugeteilt. Und dann gillt es, das Glück zu ergreifen und als Gabe Gottes zu begreifen. Dankbar zu sein.
Solange es nicht da ist, sollte man sich damit zufrieden geben, anderen zu ihrem Glück zu verhelfen.
Außerdem: Glück ist nur gegenwärtig, nicht zukünftig....


Naja wenn man vom Himmel absieht (was man wahrscheinlich nicht tun sollte...).

4 Comments:

At 9/27/2004 7:32 PM, Blogger Johannes Kleske said...

Zum Thema Glück gibt's auch nen witzigen Artikel in der aktuellen Neon. Die Autorin untersucht dabei verschiedene Bücher über das Glück.

 
At 9/28/2004 10:40 PM, Blogger BON-Arne said...

hm welche Neon ist das? Hatte mir letzten SA die Gelbe gekauft...
Wie oft kommt die eigentlich?

 
At 9/30/2004 5:29 PM, Blogger sternenguggerin said...

Der letzte Absatz ist ja richtig cool! Muss ich mir aufschreiben... *kopier, notier* Danke dafür. Hast du das irgendwo abgeschrieben oder selbst formuliert?

Aber es ist schon richtig. Wenn man ständig nach Glück oder so "Dingen" wie dem "richtigen" Partner auf der Suche ist, dann versäumt man das Leben. Das momentane spannende Leben mit Gott. Wenn man sich jedoch jeden Tag mehr und mehr nach Gott ausstreckt, dann wird man erleben, dass er alles in der Hand hat und sog. "Glück" einem hinterherläuft. Gott ist eben perfekt und nimmt sich gern solche Decknamen wie "Glück" oder "Zufall".
Sich vollkommen auf Gott zu verlassen ist mega entspannend! Ich hab heute entdeckt - fast unter Freundentränen - dass ich mitlerweile wirklich verdorben bin für diese Welt. Schon heftig. Hätt ich nie gedacht... aber ich schweife ab. Jedenfalls ist die Sache mit dem Glück und dem verpassen des Lebens sehr interessant. :)

 
At 10/01/2004 6:34 PM, Blogger BON-Arne said...

Danke. Ja selbst formuliert.
Ja ich denke es gibt zwei Arten von Glück: das momentane Glück und das gefestigte Glück. Wobei letzteres einfach eine Aneinanderreihung von glücklischen Momenten ist.
Wegen Gott und so: ich denke nicht das Gott die Garantie gibt uns immer glücklich zu machen. Da ist ja diese Stelle mit: "er lässt es Regnen und die Sonne scheinen über den Gerechten und den Ungerechten". Wobei man wenn man es schafft von sich wegzugucken wahrscheinlich einfacher hat, glücklich zu sein.

 

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